Stephii zwischen Semla, Second-Hand und Metal-Rock

Hej allihoppa,

lange ist‘s her, hab schon Beschwerden á la „wann kommt eeendlich der nächste“ bekommen, aber jetzt is so weit: mein neuer Eintrag ist da! 

Als erstes möchte ich sagen, wie cool ichs finde, dass so viele von euch hier mitlesen! Danke dafür! 😉

Gestern wurde ich darauf aufmerksam gemacht, dass schon ein Drittel meiner Zeit hier vorüber ist. WAS? Oh nein das kann nicht sein, das DARF nicht sein. Gleich nachgerechnet, huuch noch nicht ganz, aber zirka stimmt’s schon. Wahnsinn wie die Zeit vergeht!

 

IMG_20160216_210122Das ihr solange nichts von mir gehört habt, ist ein gutes Zeichen, denn es heißt ich war beschäftigt haha 😉 Vor allem mit die Ruhe nach der ganzen „OMG ich bin in Schweden“ Aufregung genießen, einfach mal nichts machen, Unialltag, erste Verkühlung überwinden und aber auch für die erste Prüfung lernen.

Fangen wir gleich mit der ersten Prüfung an: Die hatte ich in Europäische Union: Integration und regionale Wettbewerbsfähigkeit oder so ähnlich 😉 5 Stunden lang, klingt einmal möörder abschreckend. Aber angeblich braucht man die volle Zeit nicht.

Also zur Gesamtsituation: Das Examen findet in einem externen Saal statt. 5h für 5 Fragen, 2-3 Seiten Antwort werden erwartet. Aber nachdem mir der lässige Schwede Hans (für mich noch immer lustig ACHTUNG Insider!) aus unserem Kurs zuvor per Mail bestätigt hat, dass er bestimmt keine 3 Seiten schreibt und ich das auch nicht machen muss, mache ich mir keine Sorgen, dass ich zu wenig schreibe. Fünf Stunden….da bekomme ich sicher voll den Hunger – also kam ich top ausgerüstet mit Wasser, Cola, Banane, Weintrauben, Tafel Schokolade, Brot, Butter-Striezel und Halswehbonbons an. Fragt nicht, was ich von dem tatsächlich gegessen habe ;P.
Noch zu sagen gibt es, dass die Prüfungsaufsicht von Senioren abgehalten wurde. 😉 (Daheim machens Studenten)

1 ½ Stunden vorbei, das türklische Mädl gibt ab, ich bin gerade bei Frage 2 von 5, werde ein wenig nervös und beginne schneller zu schreiben.

Nach 3 Stunden geht der Deutsche, der mir zuvor erzählt hat, dass er bestimmt nicht das ganze Buch gelesen hat und auch so nicht sonderlich viel gelernt hat, schon das 2. Mal vor um sich Ersatzpapier zu holen – was zum Teufel schreibt er, selbst habe ich bis zum Schluss kein einziges Ersatzpapier benötigt, mannomann.

Schlussendlich habe ich jede Frage mit 2 Seiten beantwortet, allerdings meine Schriftgröße nach meinem Wissen angepasst. haha 😉 😉 Nach 4 Stunden war mein ganzes Hirnkontingent ausgeschöpft, meine Motivation schon bei der Fika am Nachmittag und konnte meinen Zettel ohne Gewissenbisse den Omis abgegeben.

Überall gibt’s sies, die Secondhand shops und bis vorgestern hab ichs nie hineingeschafft. Da hat mein „Spar-Herz“ gleich viel schneller geschlagen. Wenn man sich hier anpassen will und den typischen schwedischen Hipster Stil kopieren will, dann muss man auch etwas von Second-Hand vorzeigen können!

Ich bin auch ein riesen Kino-Fan hier in Schweden: Nämlich alle Filme werden in Orginalsprache abgespielt, was bedeutet dass ich auch mit meinen spärlichen Schwedisch Kenntnissen hier ins Kino gehen kann, da die meisten auf Englisch mit schwedischen Untertitel gezeigt werden. So kann man gleich zwei Sprachen auf einmal verbessern – Wahnsinn!

Etwas anderes was mir voll daugt hier ist der Sport-Drang. Also faul kann man die Schweden vll in Richtung Mikrowellenessen aber nicht bei der Bewegung bezeichnen! Man kann hier kaum nicht ins Fitnessstudio gehen und jeder der mich kennt, weiß dass ich kein Fan von fad ins Fitnessstudio gehen bin. Aber hier ist es anders. Eine breite Auswahl von Kursen von Pilates und Yoga über Volleyball und Cykel bis Klettern und Street Dance kann man jeden Tag in versch. Studios besuchen. Absolut keine Langeweile und eine gute Alternative für meinen Tanzsport zu Hause.

 

Auch kochen und backen kommt hier nicht zu kurz. Vorkurzem habe ich in einer Zeitung über den „Stockholm-Vegetarier“ gelesen, der größtteils deshalb entsteht, weil man sich Fleisch hier einfach nicht leisten kann/will. Und wenn man kein Superangebot im Willy‘s nebenan findet und, wie ich, befunden hat, dass das Lidl Fleisch eher weniger Fleischkonsistenz aufweist, kann ich das ganz gut nachvollziehen. Aber Gemüse ist sowieso viel besser und man lernt nie an neuen Kombinationen und Arten aus 😉

Bei Internationalen Dinners konnte man sich gut durch Essen von der ganzen Welt kosten – oder wenn man zu spät an die Reihe kommt eine Mischung aus kaltem Reis, Kartoffeln und etwas, was man nicht wieder erkennt. =O

Neben österreichischen Desserts, wie Palatschinken oder Sacher Torte, habe ich mich auch schon an eine schwedische Spezialität herangewagt. Gemeinsam mit meinen „deutschen Lieblings-Tortenbäcker“ [Mr. L 😉 ] haben wir Semlor gebacken und sogar 50 Stück fürs Studenten-Café. Rezept gibt’s unten (auf schwedisch allerdings :P) So konnte ich mich mit dem Gebäck doch noch sehr gut anfreunden und die erste trockene und im Mund immer mehr werdende Semla in Stockholm wird schnell vergessen. 😉

Für alle die’s nicht wissen: Semla, fastlagsbulle, fettisdagsbulle oder hetvägg ist in Schweden ein traditionelles Gebäck mit Füllung zur Fastenzeit. Zwischen Weihnachten und Ostern sind sie überall zu bekommen und bestehen aus einer Germteig Kugel mit Kardamum gewürzt, die mit Mandelmasse und Schlagobers gefüllt wird.

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Wenn die Sonne scheint verzaubert sich die Stadt total und wenn man dann auf die Schären/Inseln hinaus fährt kann man gar nicht glauben, dass man diesen Ort wirklich sein Zuhause nennen kann! Oder bei der brodelnde Stimmung auf dem ALE INVITE Snowboard Event. Oder wenn man bei einem Kaffee am Wasserturm den Sonnenuntergang genießt. Oder oder oder 😉

Selbst verrückte Metal-Rock Themen-Geburtstagspartys und Breakdance tanzende mit Lippenstift geschminkte Typen in der Disco sind im Nachhinein als lustige Erfahrung zu betrachten.

Also das wars erst mal von eurer Verrückten in Schweden, aber der nächste Eintrag kommt bestimmt schneller als dieser hier denn nächste Woche geht’s ab nach Lappland! YAY!

Kyss, kyss och vi ses!

Eure Stephanie

Semla Rezept:

vetedeg

  • 1 msk kardemummakärnor
  • 3dl mjölk
  • 50 färsk jäst
  • 1 1/2 dl strösocker
  • 1/2 tsk salt
  • 150 g mjukt smör
  • 1 ekologiskt ägg
  • 11-12 dl vetemjöl special

Fyllning

  • 400 g mandelmassa
  • 1 skvätt mjölk
  • 8dl vispgrädde
  • Ägg till pensling
  • Florsocker

1 sats vetedeg

  1. Stör kardemummakärnorna fint i en mortel och värm med mjölken tills den är fingerljummen, 37 grader.
  2. Smula ner jästen i en bunke och lös den med mjölken, strösocker, salt, smör och ägg.
  3. Tillsätt lite vetemjöl i taget och arbeta samman till en smidig deg.
  4. Jäs degen i en bunke under bakduk till dubbel storlek i 45-60 minuter.
  5. Stjälp upp degen på ett mjölat bord och baka ut till önskade bullar.

Semlor

  1. Dela degen i 18 bitar och forma dem till runda bullar.
  2. Lägg bullarna på plåtar med bakplåtspapper med skarven nedår.
  3. Sätt ugnen på 200 grader.
  4. Jäs under bakduk i 45-60 minuter.
  5. Pensla bullarna med uppvispat ägg och grädda dem i mitten av ugnen i 6-7 minuter. Låt svalna.
  6. Skär av topparna på bullarna och gröp ur innanmätet.
  7. Rör innanmätet krämigt med riven mandelmassa och en skvätt mjölk.
  8. Fyll semlorna med mandelmassa, spritsa över grädde och lägg på locket. Pudra med florsocker.

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