Stephii zwischen Streetfood, Thais und einer tollen Aussicht

Alles am ersten erlebten Tag aufzuschreiben, war eine tolle Idee (für den ersten Thailand Eintrag) – jetzt habe ich die letzten Tage einfach passieren lassen und jetzt steh ich vor dem großen Schreibproblem: Wo berginne ich. Dabei ging es bei der (eeewig) langen Taxifahrt super, konnte alle Ereignisse noch einmal Revue passieren und einwirken lassen. Am Flughafen in Bangkok selber hatte ich wenig Zeit, da man eeeewig gehen muss (und es im neuen Bereich noch keine offenen Toiletten gab, so musste man extra viel vor und zurück gehen). Ich war einer der lucky ones und hatten einen Fensterplatz und KEINEN Sitznachbar! MEGA! Aber zu viel Schlaf kam ich trotzdem nicht, bis die ganze Menüabwicklung (Ich hab es verpasst einen Papaya Salad in BKK zu essen, und Gott sei Dank, es gab ihn im Flugzeug!) erledigt war, war nur (relativ gesehen) wenig Zeit bis zum Frühstück (war ja nur ein 9,5h Flug, da kann man mit Filmschaun-Essen-Schlafen-Essen-Buch schon gestresst sein 😉) Jetzt sitze ich bei einem echt guten Filterkaffe in Melbourne an einer Coffeebar und lasse euch auch wieder mal teilhaben.

Zu dem ganzen Sydney/Australien-Ankommen, meinem Couchsurfer etc erzähle ich euch getrennt – jetzt bleiben wir mit den Gedanken noch eine kurze Zeit in Asien.

Wir sind zurück nach der ersten Nacht in Bangkok. Ich bin am Abend zuvor daheim geblieben, um erstens, euch up2date zu halten, aber auch weil ich nur erschöpft war – was sich auch am nächsten Tag in der Früh gezeigt hat. Oder sagen wir in der ‚Früh‘. Ich bin nämlich erst um !11Uhr! aufgewacht (aber nicht super ausgeschlafen und relaxed sondern so, dass man noch 2h weiterschlafen will). Sprich Mitteleuropäische 6 Uhr morgens …ok das mit dem Umgewöhnen in die richtige Zeitzone haben wir also noch nicht drauf. Aber hey, ich hab ja auch noch Zeit! Aber jetzt raus aus den Federn, wir wollen etwas sehen! Am Abend zuvor hab ich mir beim 7/11 eine kleine Flasche Schokomilch und ein Mini-Müsli gegönnt, falls ich nicht weiß, was ich zum Frühstück haben kann. Seeeehr westlich, I know! Aber zu meiner Verteidigung, es war spät und sicher ist sicher – wer weiß wann mein Bauch etwas zum Essen bekommt (und vorallem was). Dabei ist doch Regel Nummer 1: Immer das essen, was auch die Locals essen würden und auf keinen Fall westlich und asiatisch mischen. Aber ich wurde nicht in Versuchung geführt – meine Hosts haben mir nämlich jeden Tag ein Frühstück zubereitet! Und was für eines! Also um ehrlich zu sein, ich weiß nicht, ob es so mein Fall wäre, wenn ich es um 8 Uhr morgens essen müsste. Aber so um 12, europäische Mittagessen-Zeit – da kann man schon Reis mit Chicken und würziger Soße essen. Und so war es jeden Tag. Ich bin durch die Reihe erst relativ spät aufgekommen, habe jeden Morgen einen Korb mit liebevoll hergerichteten Sackal voll versch. lokaler Spezialitäten. JA, jede eigene Speise, egal ob Soße, Kräuter, Reis einfach alles in einem eigenen Sackal – ihr kennt mich – diese Plastikverschwendung hat mir seelisch Unmengen an Schmerz zubereitet – aber das ist in Thailand leider so – Plastik ist in! Ich werde es bestimmt öfters erwähnen.. Also, back to the story: Wenn mein Host mitbekommen hat, dass ich bereit zum Essen bin, hat sie die Säckchen in Schalen umgefüllt, diveres aufgewärmt und mir so gut und genau wie unsere Sprachbarriere es zugelassen hat, erklärt, was was ist und wo sie es gekauft hat. Manchmal vom Markt gleich ums Eck, manchmal vom Garten und manchmal von der Nachbarin. Zudem hat sie mir erklärt, was sie besonders mag und welches Gericht immer am Besten bei ihren Gästen ankommt. Ich habe natürlich jedes Frühstück für euch festgehalten: Ich weiß nicht immer, was was genau ist, aber es war immer sehr lecker! Und ich auch etliches ausprobiert, was ich auf der Straße zum Essen so nirgends gefunden habe (Also bei Streetfood-Verkäufern). (im Korb – ist das nicht zuckersüß)

Jetzt habe ich schon von meinen Hosts gesprochen, jetzt schulde ich euch eine genaue Erklärung: Mein Airbnb in einem Suburb von Bangkok wird von 2 super lieben Thai-Schwestern geleitet, sie haben einen Raum zur Vermietung, und mit Raum meine ich ein kleines Appartment in einem großen Haus. Alles ist da – Schlaf- und Wohnbereich, ein kleiner Vorbau mit Schreibtisch, ein Bad, eine kleine Bar mit Kaffee-Möglichkeit und Kühlschrank. Und das alles sehr schön eingerichtet! Dass sich diese Airbnb-Geschichte voll auszahlt, sieht man an der Gegend rundherum (bzw. eig im Haus im Vergleich zur Gegend). In diesen Suburb verwirrt sich normal kein Tourist, die Armut steht sehr groß geschrieben und am täglichen 10-minutigen Weg zum Skytrain habe ich mich jedes einzige Mal schlecht gefühlt. Nicht weil ich Angst hatte oder mich unsicher gefühlt habe, sondern weil diese Menschen so gut wie nichts haben. Die Häuser teilweise komplett zerfallen und entlang des Weges offen waren und jeder das verkauft hat, was er am besten kann, um über Wasser zu bleiben. So hat der eine frisches Gemüse angeboten, Frauen haben auf der Straße Gerichte gekocht, Fleisch am Spieß gebraten, etc. Je nach Uhrzeit hat das Angebot variiert. Wie gesagt, ganz in der Früh hab ichs nie geschafft, aber bis in die Nacht hinein war immer was los. Und wenn nichts mehr verkauft wurde, dann sah man die Menschen im Hinterhaus Fleischhacken oder Gemüse putzen oder in schmutzigen Wasserschaffeln abwaschen. Im Gesamten, bin ich gerne dort untergekommen. Schon alleine, wegen der lokalen Erfahrung und dem tollen Frühstück. Aber für einen Städtetripp wäre es idealer näher in der Stadt zu bleiben, und das wäre preislich bestimmt auch möglich gewesen. Neben dem langen Heimweg (inkl nachts durch die Gassen heimgehen, die limitierte Uhrzeit des Skytrains bis Mitternacht) waren im Haus gerade Umbauarbeiten in Gange – also war es laut von 8- keine Ahnung eig, da war ich nie zu Hause. ;P Und ein großes Minus: der local-train ist direkt am Haus vorbeigefahren. Und, das könnt ihr euch ws denken, ein Zug in Thailand ist nicht wie ein Zug in Europa. Oder zumindest nicht wie ein Zug JETZT ist. Sondern klingt eher so, als ob er jeden Moment auseinander fallen würde und macht Unmengen an quietschenden, krachenden Geräuschen. Weiters fährt er zwischen 5 und 22 Uhr jede halbe/ganze Stunde direkt am Haus vorbei, und mit vorbeifahren meine ich, es fühlt sich so an, als ob er durch das Haus fährt. Schalldämpfung gibt’s noch nicht, nicht in dem Viertel. Also meine persönliche Erfahrung hat mir ein sehr viel schmutzigeres, ‚stinkenderes‘ (sorry für den Ausdruck, ist aber so) und lauteres Bangkok gezeigt, als wenn man nur im City Center ist und seine Abende mit einer fancy Rooftop-Bar zur anderen verbringt. Es ist ein aneinander krachen von zwei Welten, was man sehr wohl im Citycenter auch sehen kann, nur eben etwas anders.

 

Okay, wenn wir schon bei Unterschieden sind. Im Skytrain (kurz BTS) hab ich immer wieder Gedanken in ein Notizbuch geschrieben. Unteranderem, dass ich überhaupt kein Mensch bin der Berührungsängste hat. Aber im Endeffekt bin ich doch westlich angehaucht 😀 haha. Die Skytrain Sitze sind so nah aneinander angesetzt, dass es mich die ersten paar Tage immer geschreckt hat, wenn sich wer neben mich gesetzt hat. Also ein kurzes ‚huch, das ist schon sehr nah‘. Zudem ist es tropisch heiß in dieser Stadt und jeder schwitzt unmenschlich (ich rede jetzt mal für mich, aber wie kann es anders sein) Und dann wird in der BTS so stark runtergekühlt, ich hab echt lang gebraucht, in dieser Kälte nicht zu erfrieren. Aber irgendwann hat man sich daran gewohnt, und der Körper kann diese argen Temperaturunterschiede echt ausgleichen. Ja, Mutti, ich habe eh immer ein Westchen mit gehabt, welches ich dann in Skytrain, Tempel, etc. angehabt habe. 😉

Des weiteren habe ich in einem Notizbuch echt stehen, wie die Werbung in Thailand zu der in Europa differenziert. Bin halt doch ein Marketing-Kind. HAHA Aber ich will euch jetzt nicht mit so nebensächlichen Facts langweilen… Also wo waren wir? Aja an diesem Tag als ich zu spät aufgestanden bin…

An diesem ersten richtigen Tag wollte ich zu diesem Wochenendmarkt Chatuchak gefahren. Er wurde mir mehrmals empfohlen und ich muss es schon ausnutzen, wenn ich an einem Wochenend-tag im Lande bin. Aber ich hab auch gehört, dass er gigantisch ist und man viel Zeit einplanen muss. Und danach hatte ich auch noch Pläne mich mit dem einen oder anderen Couchsurfer zu treffen – Und es war schon NACH MITTAG! Stress! No, just kidding – ich bin im Urlaub 😉

Also bin ich Richtung Markt gefahren und hab mich darauf verlassen, dass ich beim Aussteigen vom Skytrain schon weiß, wie ich gehen muss …Und so war es auch: Der eine mächtige Stream an Menschen führt aufgeregt Richtung Markt, alle Entgegenkommenden haben viele Plastik-Sackerl in der Hand.

Was soll ich sagen, ich war überwältigt. Ich weiß nicht ob (im Endeffekt) positiv, um ehrlich zu sein, so Märkte sind nicht so meines. Meine Schwester würde sich pudelwohl fühlen! Mutti und meine Tante schreien jetzt wohl gerade, hey wir doch auch! Natürlich! 🙂 Aja ich hab ja noch gar nicht erklärt, wie es so aussieht: Eine große Markthalle, innen mit vielen verschachteten Gängen, einen Ramschladen nach dem Anderen, auf klitze-kleinsten Raum, natürlich affenheiß und Preise müssen stark verhandelt werden, vorallem weil sie gar nicht soo billig waren. Um diese Halle herum waren mehrere Gänge mit Kirtag-mäßigen Ständen mit auf jeden Fall auch vielen Streetfood-Grills (Of course, alles überteuert und oft das doppelte vom Preis, als in einer Seitenstraße im restlichen Bangkok).

Ernährungstechnisch habe ich mich bis jetzt von gegrillten Fleischspießen oder Fleisch/Fisch deep fried ernährt. Konnte also bis jetzt nichts schief gehen. Da ich immer wieder in jeder Hinsicht gehört habe, ich soll ja aufpassen, sonst verbringe ich den ganzen Aufenthalt am …äh ..in weniger netter Gesellschaft. Aber langsam wurde ich mutiger, habe einen Seafood-Spieß von einem ein wenig versteckten Grill (der viiel billiger war – warum?) gegessen oder auch einen Orangensaft getrunken (natürlich von einem geschlossenen Behälter, das habe ich meiner Mum versprochen) und mich eben immer weiter und weiter aus dem Fenster gelehnt, bis ich mir irgendwann gedacht hab: Jetzt wüsste ich schon gar nicht mehr von was eine Magenverstimmung genau kommen würde hahaha Aber bis zum Ende habe ich alles gut vertragen, no worries 😉 Ich hab mich einfach daran gehalten, ausschließlich Thai zu essen und möglichst da, wo auch Locals essen würden. Hinweis: Ja ich bin oft Thais nachgegangen, wenn sie sich wo etwas zum Essen geholt haben oder auch wenn sie die Straße überquert haben – ich selbst bin viel zu feig einfach über eine 4 spurige Straße zu gehen, auch wenn ich grün habe, die Autos fahren trotzdem..

Nachdem ich mich ein wenig im Park ausgerastet habe, habe ich drei ultra coole Sachen erlebt:

Zuerst war ich in diesem Pool schwimmen! Im Appartement von einem Couchsurfer (Inder, der in BKK lebt) war neben einer tollen Aussicht über die Stadt auch der Pool dabei, den ich nach ein wenig Yoga (wenn es so heiß is, tolle Idee Steph) sehr genossen hab!

Anschließend habe ich eine kleine Pause mit einer Thai Massage gefüllt – herrlich – und das eine Stunde für ca EUR 9!!! Ich hatte natürlich nicht so viel Geld mehr mit (es war schon Abend und ich war ja shoppen) da hat mir der Inder einfach BTH 1.000 geliehen – ich hab ihn das erste Mal gesehen und er hat es mir gegeben als wäre es das normalste auf der Welt. Das sind ca EUR 25;  Bevor ihr auf Ideen kommt – Ja ich habe es ihm zurück gegeben, allerdings habe ich mir weitere Tausend zuvor geholt und es ihm dann in EUR zurück gegeben. So hat sich die liebe Wirtschaftsstudentin Abheb-Gebühren und einen schlechten Wechselkurs erspart. xDD

Dann hab ich mir von einem Thai das Nachtleben zeigen lassen 😉 Zuerst ging es rauf auf eine Rooftop-Bar – ich sag euch nur WOW, der Ausblick, dieses Feeling, so eine Skyline hab ich noch nie gesehen! Danach sind wir zur Backpacker-Road oder auch Partymeile gefahren – Khaosan Rd – 6 Couchsurfer in einem Taxi! Wir, die meisten Europäer wollten natürlich ein 2. Taxi nehmen, aber der Fahrer meinte nur, aaach all in one all in one, oookay dann setzen wir uns eben übereinander! (Spoiler: uns is nix passiert) … Ich muss glaub ich nicht mehr sagen, als dass es ein toller und lustiger Abend war, Tag eigentlich! Natürlich war ich viiiel zu spät dran um noch irgendeinen Skytrain zu erwischen. Aber der Thai war gut genug erzogen, dass er mir ein Taxi heimbezahlt hat 🙂 XD!

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Es gibt allerdings noch eine Rooftop-Bar, die besser sein soll – die werde ich mir im nächsten Beitrag anschauen. Außerdem gibt es etliche Tempel zu besichtigen!

Bis dahin,

eure Stephanie

 

 

 

 

 

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