Stephii zwischen Kiruna, Abisko und Narvik

Huch, das ging jetzt aber schnell – ihr hört schon wieder von mir!
Also ein schwedisches Hej von mir!

Die letzten Tage durfte ich im schwedischen Lappland, also ganz im Hohen Norden, verbringen und da ich mehr als 670 Fotos geschossen und viele tolle neue Sachen erlebt hab gibt’s einen kurzen eigenen Eintrag dafür: [edit: doch keinen so kurzen]

Der Bus brachte uns in 25 Stunden (huch ja ganz schön lange – ging aber leichter als 15h nach Holland damals) nach Kiruna – die nördlichste Stadt Schwedens. Die wichtigste Regel unseres Trips war „Do not die!“ und yaay was für eine Überraschung – wir haben alle überlebt 😉

Kiruna besteht eigentlich nur wegen ihrer Miene und wegen einer Vergrößerung dieser soll auch die ganze Stadt verschoben werden – klingt interessant.

Nach einer kleinen Stadtbesichtigung ging‘s zum Fun Part: Ski-doo fahren! Yay! Mit gefahren bin ich ja schon oft aber selber fahren ist der absolute Spaß! (Juliane: das nächste mal müssen wir uns bei den jungen Skilehrern nicht nur mitfahren erflirten – driving is the fun 😉 ) Und wenn das Fahren an sich keinen Spaß gemacht hat (falls das geht) gabs noch immer eine kleine Belustigung dank der Asiatinnen. Ich entschulde mich jetzt schon wegen der Verallgemeinerung und allem aber es war einfach soo lustig. 😀 Nachdem die erste Asiatin schon nach den ersten zwei Metern die leichte (und ich mein wirklich leicht – vllt 20 max 30 Grad?!) Kurve nicht gepackt hat, auf den einzigen Baum der zu erreichen war zugesteuert ist und es auch nicht geschafft hat in 5 Metern abzuwenden (es war wie ein Magnet), kam schon das erste Mal das Gefühl auf, dass man nicht weiß ob man jetzt lachen oder weinen soll. Wie es die natürliche Selektion wollte, bzw jede Kurve eine neue Chinesin ‚rausgekickt‘ wurde, gab es ziemlich schnell ein Asiatisches Schlusslicht und ich war mir sicher, falls ich jemals nach Asien kommen sollte, würde ich Straßen so gut wie möglich meiden bzw mit besonderer Vorsicht genießen. 😀 Aber vielleicht lags auch daran, dass sie keinen Schnee gewohnt sind? Sagen wir mal… 😉 Ich war jedenfalls froh mir mein Skidoo mit nem Canadier geteilt zu haben! Haha

Nach einem Kaffee (und auf die Frage ob sie auch Milch haben wurde ich ausgelacht – Notiz an mich selbst: Solche Fragen meiden haha) in einem Zelt ging es mit einer Schlittenhund-Fahrt weiter. But first – let’s take a selfie! Und natürlich herumkuscheln mit den Hunden – mah waren die herzig und zutraulich. Nach dem Speed-run mit dem Skido war die Schlittenfahrt eher gemütlich aber trotzdem sehr nett. Wahnsinn dass die Hunde 5 Erwachsene Personen ziehen können und danach trotzdem noch Energie haben! Übrigens eine Robbe und Minieule haben auch unseren Weg gekreuzt 😉

Ice Hotel Besuch inklusiver Ice bar – WOW
http://www.icehotel.com/accommodation/winter/

Da könnte man viel Geld lassen, von 270€ / Nacht (für ein einfaches Eisbett mit Renntierfell) bis 900+ / Nacht und Raum (Deluxe mit Sauna). Ca -5 Grad hats dann da drinnen 😉 Man bekommt aber geeignete Kleidung und angeblich ist der Schlaf in dieser Kälte der beste den man je hatte!

Am Nachmittag noch Rentiere gestreichelt (bzw probiert zu streicheln) und gefüttert (fressen aus der Hand). Rentiere sind meiner Meinung sehr fade Tiere haha da sie immer so wirken, als ob sie jeden Moment einschlafen könnten, liegt aber vllt daran, dass sie wegen der Kälte den Energieverbrauch so gut wie möglich eingestellt haben oder vllt auch daran, dass alle die ich bis jetzt gesehen habe, eingesperrt und an Leute gewöhnt waren. (Halt stimmt nicht, habe mehrere im Wald stehen/liegen oder im Schnee spazieren gesehen!! – aber da konnte ich das nicht richtig einschätzen)

Bei der Sami Familie gabs dann noch im Zelt Rentierfleisch und -suppe und ein paar super wertvolle Weisheiten^^ [kann man jetzt sarkastisch sehen oder auch nicht…]

Damit wir auch was lernen dabei: Hier ein Wikipedia- Ausschnitt zu den Sami-Familien:
Die Samen sind ein indigenes Volk im Norden Fennoskandinaviens. Ihr Siedlungsgebiet erstreckt sich von der schwedischen Gemeinde Idre in der Provinz Dalarnas län im Süden über die nördlichen Teile Schwedens, Norwegens, Finnlands und im Nordosten bis zu den Küsten des Weißen Meeres und der Barentssee in Russland. Die ursprünglichen Sprachen der Samen gehören zur Familie der uralischen Sprachen, sind also mit dem Finnischen, Ungarischen und Samojedischen verwandt. Bis 1960 wurde ausschließlich der Begriff Lappe (Plural Lappen) verwendet. Erst in den 1970er Jahren setzte sich immer mehr die Eigenbezeichnung Sámi durch, die heute offiziell verwendet wird. Der Begriff Lappe wird von manchen Samen als herabsetzend angesehen.

Am Abend wurde in Abisko im Zelt gegrillt: Selbst gekaufte Würstl und wie im Film Marshmallows über dem Lagerfeuer geröstet und dabei heißen Wein getrunken. Von den untertags warmen -5 Grad war jetzt nichts mehr zu spüren. Auf fast -20° hats abgekühlt, aber sonst wär ja das Lappland-feeling nicht perfekt, wenn’s nicht kalt wäre. (Weinflasche draußen vergessen – das hats nicht so gut überlebt :O )

Bei der Jagd nach Nordlichtern sind wir auf einen Elch gestoßen, der 10 Meter vor uns gemütlich einen Baum gefressen hat und sich auch nicht davon abbringen ließ. 😉 😀

Als wir es dann schon vor Kälte kaum mehr ausgehalten haben, und schon fast die Hoffnung auf Lichter aufgegeben hatten (es war Mitternacht) begann es! Und Mist – bekomme sie mit der Kamera nicht rauf -.- Immer schöner und größer wurde das grüne Licht – gerade und runde Figuren – über den ganzen Himmel tanzend – immer wenige Minuten bleibend. Wahnsinn! Die letzten 10 Minuten habe ich dann noch eine Einstellung reinbekommen, die funktioniert hat puuuuuh Glück gehabt! Nach dem Motto „Picture or it didn’t happen“ So I proudly present: Aurora in Sweden

Auch hier was informelles: Das Polarlicht (als Nordlicht am Nordpol wissenschaftlich Aurora borealis, als Südlicht am Südpol Aurora australis) ist eine Leuchterscheinung durch angeregte Stickstoff- und Sauerstoffatome der Hochatmosphäre (Elektrometeor), die in Polargebieten beim Auftreffen beschleunigter geladener Teilchen aus der Erdmagnetosphäre auf die Atmosphäre hervorgerufen wird. (Wikipedia)

Nach Norwegen gefahren und mehr als eine Stunde staunend aus dem Fenster geschaut: Wie wahnsinnig schön können bitte Berge sein! Bei den Fjords angehalten (hier soll es Killerwale geben – attention: do not die!) und nat. ein Fotoshooting gemacht 😉 und schlussendlich in Narvik angekommen, mit der Gondel hoch in ein Skigebiet gefahren und Wetter, Sonne und Ausblick über Fjords genossen.

Am Abend sind wir in die Sauna am See gegangen und zur Abkühlung ins Eiswasser gesprungen – huuuch brrrrr gut erfrischend! (do not die! – in fact haben wir alle Schnittwunden auf den Händen – vom Eis?)

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Sauna
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Ice hole

Noch ein paar Fakts:

Gleich 3x Spaghetti gekocht – ist übrigens Gericht °1 im Hostel – Asiaten kochen auch zum Frühstück Reis; Haare und Nasenhaare eingefroren; Chinesen sind als Zimmergenossen nicht sehr praktisch besonders wenns um aufräumen geht;

Fahrt hoch bezahlt um am Berg Nordlichter zu sehen – an dem Tag gabs allerdings keine Aurora *fail*, Sessellift im Dunklen gefahren „Es gibt bestimmt einen Horrorfilm der so beginnt…“, im Astronauten-Stil-Outfit im Schnee gelegen, Opis Schnaps getrunken und Kamera Einstellungen ausprobiert -> trotz Fail schönen Abend mit netter deutschen Begleitung und fantastischer Aussicht gehabt; Asiaten haben nicht nur die beste Kamera Ausrüstung sondern machen auch die besseren Fotos;

bevor wir uns wieder auf die Heimreise begeben haben: Kanjon entlang spaziert und am zugefrorenen See so weit rausgegangen, bis alle Fußspuren geendet haben und man sich wie der einzige Mensch auf der Welt gefühlt hat;

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Stop beim Polarkreis eingelegt;  DSC_0833

gute Elch-Fleischlaibchen mit (grauslicher – sagt man nicht sorry) Fertigsoße gegessen;

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und auf geht’s – 23 Stunden Busfahrt wieder heim nach Göteborg!

Und jetzt, Stunden später nachdem ich zum Schreiben begonnen habe, ist mein Blogeintrag kein kurzer mehr, alle Erlebnisse wirken noch einmal, wenn man die Fotos anschaut und noch mehr, wenn man alles niederschreibt! Danke an alle, die diese tollen Erinnerungen zu denen gemacht haben, was sie sind!

Und eine klare Reiseempfehlung an alle, die noch keinen Trip in den hohen Norden gemacht haben!

Vi ses! Puss och kram!

Eure Stephanie

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